Wind in der Wüste, das kennen wir doch…

Wer meine Qatar Einsätze in den letzten Jahren verfolgt hat wird festgestellt haben das ich hier im Lande der Windes und des Sandes den einen oder anderen Tag hatte wo es, sagen wir mal so, nicht gerade rosig lief. Die letzten Jahre war immer ein Tag dabei wo ich auf der Windkante von der ersten in die meist letzte Staffel zurück gefallen bin. Ich habe mir vor diesem Einsatz hier geschworen dass mir das dieses Jahr nicht passiert. Denkste. Es lag schon Spannung in der Luft als die Startvorbereitungen im vollen Gange waren. Start wie fast jeden Tag war mitten in der Wüste. Der Unterschied zu den anderen Tagen war nur, das heute die Windgeschwindigkeit drastisch hoch war. Jeder wollte in der ersten Reihe stehen und es lag ein Hauch von Raubtierfütterung in der Luft. Den ganzen Tag Seitenwind. Sprich Kante. Mit ca. 55 km/h überquerten wir den neutralen Punkt von wo aus das Rennen dann gestartet wurde. Ich war gut dabei. Das Feld riss, ich saß in der ersten Staffel. Felsenfest. Denkste. Nach 5 Km mussten ca. 10 Fahrer die erste Staffel ziehen lassen. Petacci und ich dabei. Nun gut dachte ich mir, die zweite Staffel tut es für den Anfang auch. So fuhren wir mit ca. 65 km/h, 185 Puls und 30 Sekunden Rückstand hinter der ersten Staffel hinterher. Bei km 45, ich fuhr wirklich schon ne knappe dreiviertel Stunde am Anschlag, dachte ich im Anfall von geistiger Umnachtung, Frösi könnte mal ne Führung auslassen, denn mein Pulsmesser zeigte utopische Werte an und die Beine schrien nach Entlastung. Gesagt getan?Hop, rief ich Eckhout dem Belgier zu, er solle vor mir rein. Die nächsten Worte will ich lieber nicht kommentieren, denn Eckhout ließ reißen und so standen wir zwei mitten in der Wüste. Mit der nächsten Staffel ging es dann noch 25 km Anschlag weiter bis alle die Moral und die Kraft verließen, so kamen wir mit knapp einer Stunde Rückstand in Doha an?Schön und jedes Jahr wieder.
Und die Moral von der Geschichte?
Aus Fehler sollte man lernen?

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